{"id":1549,"date":"2013-01-21T03:48:46","date_gmt":"2013-01-21T08:48:46","guid":{"rendered":"https:\/\/ostadelahi.com\/?page_id=1549"},"modified":"2023-03-01T13:50:59","modified_gmt":"2023-03-01T18:50:59","slug":"ueber-das-gedankengut-von-ostad-elahi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ostadelahi.com\/de\/philosophie\/artikel-interviews\/ueber-das-gedankengut-von-ostad-elahi\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Gedankengut von Ostad Elahi"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><em>Ein Vortrag von Prof. James Morris, Professor f\u00fcr Religionswissenschaften, gehalten auf einem internationalen Symposium anl\u00e4sslich des hundertsten Geburtstags von Ostad Elahi und ver\u00f6ffentlicht in Les Cahiers d&#8217;Anthropologie, Nr. 5, Presses de l&#8217;Universit\u00e9 de Paris-Sorbonne, Paris, 1996.<\/em><\/p>\n<p>Ostad Elahi wurde in einem kleinen traditionellen kurdischen Dorf geboren, auf das er oft zur\u00fcckkommt, wenn er von seinen Kindheitserlebnissen erz\u00e4hlt. Damals verlie\u00dfen die Menschen ihre D\u00f6rfer nur selten und ihr religi\u00f6ses Leben beruhte fast ausschlie\u00dflich auf den einheimischen Gewohnheiten und Br\u00e4uchen. Die religi\u00f6sen Repr\u00e4sentanten vermittelten Glaubens\u00fcberzeugungen und Verhaltensregeln, die sich im Laufe der Jahrhunderte nur langsam ver\u00e4nderten. Ein der Spiritualit\u00e4t geweihtes Leben zu f\u00fchren und sich dem Trubel der Welt zu entziehen, war nur einigen Mystikern und deren Sch\u00fclern vorbehalten. Die bedeutenden Fortschritte des 20. Jahrhunderts (in den Bereichen Technologie und Kommunikation sowie in Bezug auf die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen) haben diesen jahrtausendealten festen Rahmen des Lebens und der Religion nach und nach untergraben und beseitigt. Die Menschheit ist in das Zeitalter des \u201aglobalen Dorfs\u2018 eingetreten. Religi\u00f6se \u00dcberzeugungen und Praktiken k\u00f6nnen heute weder in einem blinden Partikularismus isoliert bleiben noch als archaische Formen schlichtweg abgelehnt werden. Unter diesen Umst\u00e4nden ist es dringender denn je, damit zu beginnen, \u00fcber unsere gemeinsame spirituelle Natur und unser gemeinsames Ziel nachzudenken, allerdings auf eine Art und Weise, die der heutigen Zeit angepasst ist.<\/p>\n<p>Schon zu der Zeit, da Ostad Elahi lebte, aber auch heutzutage versuchen Menschen aller Religionen und Kulturen auf zweierlei Weise auf diese neue Situation zu reagieren: Entweder wird versucht, alle religi\u00f6sen Traditionen der Vergangenheit abzulehnen und eine neue Welt zu schaffen, die auf einer \u201ablo\u00df menschlichen\u2018 Ethik ohne spirituelle Bez\u00fcge basiert, oder es wird der Ansatz verfolgt, diese neuen Herausforderungen zu umgehen, indem k\u00fcnstlich abgeschottete Gemeinschaften errichtet wurden, die sich auf die beruhigenden (aber illusion\u00e4ren) Sicherheiten und Gewissheiten vormoderner religi\u00f6ser Traditionen st\u00fctzen. Um zu ermessen, wie schwerwiegend die Konsequenzen dieser beiden Optionen sind, gen\u00fcgt es, die Zeitung aufzuschlagen oder die Nachrichten zu h\u00f6ren\u2026<\/p>\n<p>Angesichts dieser globalen Ver\u00e4nderungen und der damit verbundenen Herausforderungen schl\u00e4gt Ostad Elahi einen dritten Weg vor, der auf einem tiefgreifenden Verst\u00e4ndnis unseres religi\u00f6sen Erbes sowie unserer neuartigen Situation in der modernen Welt beruht. Dieser Weg beleuchtet und respektiert nicht nur die gemeinsame spirituelle Essenz der Religionen, sondern auch die praktische und ethische Funktion, die die Religionen in verschiedenen Lebensbereichen erf\u00fcllen und die im Rahmen dieses Symposiums angesprochen werden.<\/p>\n<p>Um diese globale Vision zu verdeutlichen, hebt er regelm\u00e4\u00dfig als erstes den Unterschied hervor zwischen der Essenz und dem spirituellen Ziel, das alle Offenbarungsreligionen gemeinsam haben, und der damit verbundenen exoterischen, rituellen Dimension, die sich nur auf unser materielles und soziales Leben bezieht. Er sagt zum Beispiel:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Es sind die Sekund\u00e4rvorschriften, in denen sich die Religionen voneinander unterscheiden \u2013 was aber ihre Grundprinzipien und ihr Ziel anbelangt, sind sie eins.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Auf die Bedeutung, die Ostad Elahi dieser gemeinsamen, grundlegenden spirituellen Dimension beimisst, werde ich sp\u00e4ter noch zur\u00fcckkommen, denn darin liegt der Schl\u00fcssel zur Einzigartigkeit und Universalit\u00e4t seines gesamten Denkgeb\u00e4udes. Doch zun\u00e4chst sollten wir uns die Zeit nehmen, auf einige praktische und nicht minder wichtige Implikationen einzugehen, die sich auf unser Leben in Gesellschaft beziehen.<\/p>\n<p>Die erste und deutlichste Implikation ist die Forderung nach Toleranz und gegenseitigem Verst\u00e4ndnis in allen Lebensbereichen. Ohne diese Toleranz und die damit verbundene Vielfalt an religi\u00f6sen Ans\u00e4tzen und Perspektiven w\u00fcrde niemand seinem eigenen spirituellen Weg frei folgen k\u00f6nnen, geschweige denn, dessen Wahrhaftigkeit vollst\u00e4ndig beurteilen k\u00f6nnen. Zu diesem Thema sagt Ostad Elahi wiederholt, dass man alle Religionen respektieren m\u00fcsse und keine Religion abgelehnt werden d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Die zweite Implikation, die angesichts der sozialen und religi\u00f6sen Br\u00e4uche, die in seinem kulturellen Umfeld herrschen, \u00fcberraschen mag, betrifft den von ihm wiederholt betonten Grundsatz der Gleichheit von Mann und Frau:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Frauen und M\u00e4nner sind in jeder Hinsicht gleichgestellt&#8230; und es gibt viele Frauen, die sogar einen h\u00f6heren spirituellen Rang einnehmen als die Propheten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Diese Aussage ist keine leere Formel, sondern bildet ein weitreichendes spirituelles Prinzip ab, das er selbst stets zur Anwendung brachte, wovon viele seiner Aussagen zeugen.<\/p>\n<p>In Ostad Elahis Lehren sto\u00dfen wir oftmals auf ein Prinzip, in ganz konkreter Form und mit einem praktischen Ziel, und stellen fest \u2013 wenn wir es in die Tat umsetzen \u2013 dass es uns zu einer tieferen spirituellen Wirklichkeit f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Betonung der ethischen Notwendigkeit religi\u00f6ser Toleranz und der Gleichheit von Mann und Frau steht beispielsweise im Zusammenhang mit dem tiefen spirituellen Ziel universaler Liebe und universalen Mitgef\u00fchls \u2013 einem Ziel, das allen religi\u00f6sen Traditionen gemein ist.<\/p>\n<p>Auf die Frage \u201eWas ist Mystik (oder spirituelle Erkenntnis)?\u201c antwortet Ostad Elahi wie folgt:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Wenn du alle Propheten und Heiligen als authentisch ansiehst und keinen Unterschied mehr zwischen den Religionen machst, hast du die Etappe der Mystik betreten. Wenn du jeden als Mystiker ansiehst, dann hast du die Bedeutung der Mystik verstanden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Oder noch einfacher:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Was du f\u00fcr dich selbst w\u00fcnschst, das sollst du auch f\u00fcr andere w\u00fcnschen und tun; und was du f\u00fcr dich selbst nicht w\u00fcnschst, das sollst du auch f\u00fcr andere nicht w\u00fcnschen bzw. versuchen sie davor zu sch\u00fctzen. Darin liegt das Leitprinzip der Religion.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die dritte grundlegende Implikation betrifft genau diesen letzten Punkt universaler Liebe und universalen Mitgef\u00fchls gegen\u00fcber allen Gesch\u00f6pfen: Ostad Elahi betont die ethische und spirituelle Notwendigkeit, inmitten der Gesellschaft zu leben und mit anderen zu interagieren. Ich werde sp\u00e4ter die tiefergehenden Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Prinzip er\u00f6rtern, da es in direktem Zusammenhang mit einer sich daraus ergebenden spirituellen Praxis steht. Dieses Prinzip eines Lebens inmitten der Gesellschaft hatte Ostad Elahi bereits in seinem Tun zum Ausdruck gebracht, indem er seine mystische Abgeschiedenheit hinter sich lie\u00df, um die anspruchsvolle Laufbahn als Richter einzuschlagen.<\/p>\n<p>Die vierte Implikation schlie\u00dflich ist die umfassende und un\u00fcbertragbare individuelle Verantwortung, die wir in allen Lebensbereichen \u00fcbernehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dieser letzte Punkt mag auch als Entgegnung auf die Frage dienen, die Ostad Elahi des \u00d6fteren von jenen gestellt wurde, denen die umfassende Tragweite seines Gedankenguts bewusst geworden war:<\/p>\n<p>\u201eWarum hat er sich nicht daf\u00fcr eingesetzt, Anh\u00e4nger zu gewinnen, die seine Lehren \u00f6ffentlich verbreiten, wie es andere spirituelle Pers\u00f6nlichkeiten getan haben?\u201c Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten und eine m\u00f6gliche w\u00e4re in der Idee zu suchen, die Ostad Elahi wiederholt betont, dass jeder Mensch die Pflicht habe, sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben; niemand k\u00f6nne sich dieser Verantwortung entziehen oder sie an einen anderen abgeben.<\/p>\n<p>Wollte man das Gedankengut von Ostad Elahi in wenigen Worten beschreiben, so k\u00f6nnte man sagen, dass es um \u201adie Seele und ihre Suche nach Wahrheit\u2019 geht. Wenn er auf die Fragen seiner Zuh\u00f6rer antwortet, drehen sich die Themen, die er er\u00f6rtert \u2013 ob es sich nun um metaphysische, theologische oder mit der spirituellen Umsetzung verkn\u00fcpfte Fragen handelt \u2013 um diese zentrale Idee der Suche. Und diese Suche bezieht sich, wie er immer wieder betont, auf mehrere grundlegende Punkte:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Wahrheit besteht f\u00fcr den Menschen darin zu wissen, was er ist, woher er kommt, was seine Pflichten hier sind und wohin er geht. Wenn er diese Fragen zum Gegenstand seiner Suche gemacht, sie praktisch umgesetzt und verstanden hat, hat er die Wahrheit erreicht.<\/p>\n<p>Der Grundpfeiler der Spiritualit\u00e4t ist, dass der Mensch erkennt, warum er erschaffen wurde, was seine Pflicht und was sein Ziel ist.<\/p>\n<p>Unsere Pflicht und unser Ziel ist, Seine Gebote zu befolgen, damit wir die Vollkommenheit erreichen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ostad Elahi erinnert uns unaufh\u00f6rlich daran, dass unser Schicksal als menschliche Wesen trotz der vielen spirituellen Herausforderungen und Verantwortlichkeiten notwendigerweise Teil eines viel umfassenderen Prozesses der Vervollkommnung ist, der die gesamte Sch\u00f6pfung betrifft:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Vervollkommnung von den Mineralien zu den Pflanzen, von den Pflanzen zu den Tieren und von den Tieren zu den Menschen ist ein nat\u00fcrlicher Prozess [&#8230;] Da die Menschen eine Himmlische Seele haben, m\u00fcssen sie sich selbst darum bem\u00fchen zur Quelle zu gelangen, w\u00e4hrend Mineralien, Pflanzen und Tiere von der Natur in ihrem Prozess der Vervollkommnung unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nach Ostad Elahi ist die menschliche Seele oder das \u201aSelbst\u2018 ein einzigartiges Kompositum und der Konvergenzpunkt zweier v\u00f6llig unterschiedlicher Dimensionen: zum einen ist da die individuelle \u201aHimmlische Seele\u2018 (oder der unsterbliche Geist), die den \u201ag\u00f6ttlichen Odem\u2018 in sich tr\u00e4gt und in st\u00e4ndiger Kommunikation mit der Quelle steht, und zum anderen die \u201aIrdische Seele\u2018, die sterblich und von bascharischer Natur ist (nach dem arabischen Wort <em>baschar<\/em>, das menschliche Tier). Sie entsteht aus der einzigartigen und individuellen Kombination vormals tierischer, pflanzlicher und mineralischer Seelen, die durch ebendieses Prinzip der Vervollkommnung zu einem K\u00f6rper zusammengesetzt wurden. Aus der Sicht von Ostad Elahi ist die Verbindung und Verschmelzung dieser beiden Dimensionen unserer Seele und unseres tierischen Ichs im K\u00f6rper nicht etwa eine Falle oder ein Gef\u00e4ngnis, dem man zu entkommen suchen sollte. Ganz im Gegenteil, es ist gerade dieses komplexe Zusammenspiel, das f\u00fcr die Himmlische Seele eine einzigartige irdische Situation schafft, durch die sie lernen und ihr spirituelles Potential entfalten kann.<\/p>\n<p>Ostad Elahi betont des \u00d6fteren, dass der Weg, der zur wahren Verwirklichung unserer spirituellen Natur f\u00fchrt, seinen Anfang darin hat, ein echtes Bewusstsein unserer Seele, d.h. unseres Selbst, anzustreben und zu entwickeln.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Das wahrlich Seiende ist die Seele \u2013 der K\u00f6rper ist nur ein Instrument des Seienden und nicht das wahrlich Seiende. Wer die Vollkommenheit erreicht, taucht in den Ozean der Einheit ein. Dennoch beh\u00e4lt jedes Teilchen seine Identit\u00e4t bei.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Es ist unm\u00f6glich, eine Reise zu unternehmen, ohne zumindest ansatzweise das Ziel zu kennen. Aus der Sicht von Ostad Elahi ist das Ziel der spirituellen Reise daher der Prozess der Vollkommenheit. Die folgende Aussage fasst recht trefflich den Zusammenhang zwischen unserem spirituellen Ziel und den vielf\u00e4ltigen praktischen und konkreten Aspekten zusammen, die mit dieser spirituellen Reise verkn\u00fcpft sind.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Je mehr man es schafft, die Triebkr\u00e4fte und W\u00fcnsche des Egos auf Distanz zu halten und sich den Empfindungen eines wahren Menschen anzun\u00e4hern, desto n\u00e4her kommt man der Vollkommenheit. [\u2026] Ein vollkommener Mensch ist jemand, der anderen gegen\u00fcber das praktiziert, was er f\u00fcr sich selbst m\u00f6chte, und der andere vor dem bewahrt, was er f\u00fcr sich selbst nicht m\u00f6chte. Das sagt sich sehr leicht, aber in der Praxis ist es sehr schwer umzusetzen. [\u2026] Man muss sich rund um die Uhr kontrollieren und dabei sein eigener Richter sein.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Daneben gibt es noch weitere, wom\u00f6glich sogar noch treffendere Zitate, in denen Ostad Elahi diesen spirituellen Zustand in Form von konkreten ethischen Handlungen erl\u00e4utert.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ein wahrer Mensch ist jemand, der sich am Gl\u00fcck anderer erfreut und ihr Leid mit ihnen teilt.<\/p>\n<p>Der Grundpfeiler des Lebens in dieser Welt ist, das Recht des Anderen zu respektieren.<\/p>\n<p>Der spirituell Reisende muss das Gleichgewicht [dieser vier S\u00e4ulen] bewahren: Seele, K\u00f6rper, Familie und Gesellschaft.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Da es sehr schwierig ist, an diesem Ziel zu arbeiten, und die Gefahr besteht, dass wir erm\u00fcden, ist es wichtig, dass wir uns \u2013 bevor wir uns mit der praktischen Umsetzung besch\u00e4ftigen \u2013 zun\u00e4chst in Erinnerung rufen, was Ostad Elahi \u00fcber die Bedeutung von Glauben, spiritueller Gewissheit und Selbstmeisterung gesagt hat:<\/p>\n<blockquote>\n<p>F\u00fcr jeden Menschen gibt es H\u00f6hen und Tiefen, aber in unterschiedlichem Ausma\u00df. Der Mensch sollte versuchen, indem er sich von den Widrigkeiten des Lebens distanziert, sich selbst zu meistern. Wenn er sich innerlich meistern lernt, wird ihm alles leichter fallen.<br \/>\nDer Mensch sollte seinen Freien Willen nicht in die H\u00e4nde des Schicksals legen, sondern vielmehr versuchen, sein Schicksal in die eigenen H\u00e4nde zu nehmen. Das bedeutet, so sehr dem g\u00f6ttlichen Willen ergeben zu sein und sich so weit von allem fernzuhalten, was gegen Seine Zufriedenheit geht, dass die Wirrungen des Schicksals bedeutungslos werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das folgende Zitat fasst treffend zusammen, was uns die Religionen in Bezug auf die spirituelle Praxis lehren.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Prinzipien der Religionen gr\u00fcnden auf vier unumst\u00f6\u00dflichen S\u00e4ulen: Enthaltung, Wohlt\u00e4tigkeit, Gebet, reine Intention und Aufrichtigkeit gegen\u00fcber Gott.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nachdem er die Rolle von Enthaltung und Wohlt\u00e4tigkeit erl\u00e4utert hat, f\u00e4hrt Ostad Elahi wie folgt fort:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Gebet: Die Voraussetzung f\u00fcr das Gebet ist, dass man aufmerksam auf die g\u00f6ttliche Quelle ist \u2013 und nicht nur bestimmte S\u00e4tze aus Gebetsb\u00fcchern wiederholt oder bestimmte Regeln befolgt.<\/p>\n<p>Reine Intention: F\u00fcr alle Gesch\u00f6pfe das w\u00fcnschen, was man f\u00fcr sich selbst m\u00f6chte, und anderen gegen\u00fcber nichts tun, was man f\u00fcr sich selbst auch nicht m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Wenn wir diese vier S\u00e4ulen beachten, werden wir gereinigt, verlassen unseren animalischen Zustand und verwandeln uns in einen wahren Menschen. Es liegt in der Natur eines wahren Menschen, immer danach zu streben einen positiven Einfluss auszu\u00fcben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich ist jedem klar, dass es eine Sache ist, \u00fcber diese Prinzipien zu sprechen, und eine ganz andere, sie in die Praxis umzusetzen! Bevor wir weitere Aussagen von Ostad Elahi zitieren, die den Weg beschreiben, der zur Selbst- und Gotteserkenntnis f\u00fchrt, sollten wir den Konflikt beleuchten, der zwischen dieser metaphysischen Interpretation des \u201aeigentlichen Selbst\u2018 (die offenbar mit einem \u201akontemplativen\u2018 Ansatz einhergeht) sowie den praktischen, ethischen und religi\u00f6sen Lehren (die dem Ideal eines kontemplativen, zur\u00fcckgezogenen Lebens zuwiderlaufen) vorzuliegen scheint. Warum betont Ostad Elahi wiederholt, dass ein aktives und verantwortungsvolles soziales Leben inmitten dieser Welt f\u00fcr den Prozess der Selbsterkenntnis notwendig ist? Der Grund liegt darin, dass es uns nicht gelingen kann, uns selbst zu erkennen und den Spiegel unseres Herzens zu polieren, wenn wir nicht den Konflikten und Herausforderungen eines aktiven weltlichen Lebens ausgesetzt sind, die uns unser eigenes Bild zur\u00fcckwerfen.<\/p>\n<p>Ein Leben inmitten der Gesellschaft ist gem\u00e4\u00df Ostad Elahi demnach die wirkungsvollste und fruchtbarste Umgebung oder Schule, um die innere Wirklichkeit der Seele zu entdecken und zu l\u00e4utern. In der folgenden Anekdote erz\u00e4hlt er von seiner eigenen Erfahrung:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Eines Abends erfasste mich zur Zeit der D\u00e4mmerung ein spiritueller Zustand (H\u00e2l) und ich beschloss diesem Zustand nachzugehen und mich ganz allein in Gebet und Meditation zu versenken.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Dann beschreibt er in humorvoller Weise, wie er vom L\u00e4rm der Nachbarn gest\u00f6rt wurde und infolgedessen auf die Dachterrasse des Hauses steigen musste, und wie er dann aufgrund einer Reihe von Ereignissen gezwungen war, die Stra\u00dfe hinunterzugehen und sich auf den Weg zu einem entfernten Mausoleum zu machen \u2013 ohne dass es ihm letztlich gelang, einen abgeschiedenen Ort zu finden, der sich zur inneren Sammlung eignete. Schlie\u00dflich erkl\u00e4rt er:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Kurzum, an jenem Abend verschwand mein spiritueller Zustand, wie er gekommen war, und was ich auch tat, Gott gab mir nicht Seine Zustimmung, mit mir allein zu sein. \u201eOh Herr \u201c, dachte ich, \u201eDu pr\u00fcfst mich erneut? Gut, mein Gott. M\u00f6ge Dein Wille geschehen!\u201c In diesem Moment war eine Stimme zu h\u00f6ren: \u201eEs ist mithin das eigene Herz, das du als R\u00fcckzugsort w\u00e4hlen solltest. Es gibt keinen Raum, wo man allein sein kann \u2013 au\u00dfer im eigenen Herzen!\u201c Mir wurde danach von der spirituellen Welt gesagt, dass man mich daran hindern wollte, mich in meine Ecke zu verkriechen, da ich seit geraumer Zeit die Tendenz hatte, mich von der Welt zur\u00fcckzuziehen. Von Berufs wegen war ich aber verpflichtet, mich mehr unter die Leute zu mischen, Einladungen anzunehmen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.<\/p>\n<p>Es ist mithin das eigene Herz, das man als R\u00fcckzugsort w\u00e4hlen sollte. Sich von der Gesellschaft abzusondern, ist nicht richtig. Wir sollten inmitten der Gesellschaft leben und uns zugleich vor ihren schlechten Einfl\u00fcssen sch\u00fctzen. Wer sich in eine Ecke verkriecht, wer Einladungen oder Kinobesuche meidet bzw. den Leuten aus dem Weg geht\u2026 und sich f\u00fcr tugendhaft h\u00e4lt, der irrt. Was z\u00e4hlt, ist, tugendhaft zu bleiben, w\u00e4hrend man mitten in der Gesellschaft lebt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Es l\u00e4sst sich ermessen, welchen Beitrag ein aktives Leben in dieser Welt f\u00fcr die Selbst- und Gotteserkenntnis leistet, wenn man bedenkt, dass die Prinzipien, die diesen praktischen Ratschl\u00e4gen zugrundeliegen und die den spirituell Reisenden empfohlen werden, die eigentlichen S\u00e4ulen der Vervollkommnung bilden. Diese Prinzipien lassen sich in drei wesentlichen Punkten zusammenfassen: Erstens, Gutes sagen, Gutes sehen und Gutes wollen; zweitens, konsequent gegen die offenen oder auch verdeckten Angriffe unseres Herrschs\u00fcchtigen Selbst k\u00e4mpfen; drittens, unsere Aufmerksamkeit fortw\u00e4hrend auf Gott richten. Im Grunde handelt es sich dabei um verschiedene, untrennbare Aspekte ein und derselben spirituellen \u201aArbeit\u2019 auf dem Weg der Vervollkommnung. Wenn man an einem dieser Punkte arbeitet, ruft man notwendigerweise die anderen beiden ebenfalls mit auf den Plan.<\/p>\n<p>Das erste Prinzip, auf das sich Ostad Elahi durchweg bezieht, besteht darin, schrittweise dahin zu gelangen, Gutes zu sagen und Gutes zu wollen \u2013 bis man schlie\u00dflich das Gute in allem sieht:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Wer die Wahrheit sucht, sollte sich diese Devise zu eigen machen:<\/p>\n<p>Gutes sagen: gut sprechen, nicht schlecht \u00fcber andere reden, niemanden verleumden, keine \u00fcblen Worte wie Beleidigungen benutzen, niemanden verfluchen oder beleidigen.<\/p>\n<p>Gutes sehen: nichts und niemanden als schlecht ansehen, sondern alles als gut ansehen.<\/p>\n<p>Gutes wollen: das, was man f\u00fcr sich selbst m\u00f6chte, auch f\u00fcr alle anderen w\u00fcnschen; keinen Hass, keine Habgier, keinen Neid oder Groll empfinden, keine Rache \u00fcben wollen usw.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Dieses Grundprinzip, auf das die Propheten und Heiligen so oft Bezug genommen haben, ist auf den ersten Blick leicht zu befolgen; aber sobald wir nur den kleinsten Versuch unternehmen, es in die Praxis umsetzen, werden wir mit einem weiteren zentralen Thema von Ostad Elahis Lehre konfrontiert: dem schwierigen Kampf zwischen unserer Himmlischen und unserer Irdischen Seele, also dem animalischen oder \u201aHerrschs\u00fcchtigen Selbst\u2019 mit all seiner T\u00fccke und seinen zahlreichen Maskierungen. Dieser unvermeidbare Kampf, den wir gegen jene Dimension in uns f\u00fchren m\u00fcssen, die sich in naturgegebener Weise unserer h\u00f6heren, g\u00f6ttlichen Natur entgegenstellt, nimmt in jedweder religi\u00f6sen Tradition eine zentrale Bedeutung ein. Aber die Art und Weise, wie Ostad Elahi dieses Thema \u00fcber seine gesamten Lehren hinweg darstellt, verhilft uns zu neuen Einsichten.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst betont Ostad Elahi die Notwendigkeit, stets jene h\u00f6here Instanz in uns zu st\u00e4rken, die er als Himmlische Seele bezeichnet \u2013 und nicht die Kraft unserer Irdischen Seele zu schw\u00e4chen. Mit anderen Worten, wahre Askese ist nicht die Schw\u00e4chung des K\u00f6rpers, sondern die harmonische und ausgewogene Entwicklung aller Dimensionen unseres Wesens.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Je st\u00e4rker die Seele ist, desto mehr gelingt es ihr, das Ego zu meistern. Die Methode, um unsere Seele zu st\u00e4rken, ist ihre W\u00fcrde zu erkennen und ihren spirituellen Rang wertzusch\u00e4tzen, bis es uns zur zweiten Natur wird, das hei\u00dft, bis wir alles verabscheuen, was der W\u00fcrde der Seele zuwiderl\u00e4uft.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der dritte wesentliche Aspekt der praktischen spirituellen Lehren Ostad Elahis liegt darin, \u201aunsere Aufmerksamkeit auf Gott\u2019 zu richten. Dieser Aspekt ist auf jeder Stufe unseres spirituellen Lebens pr\u00e4sent, wie er an wiederholter Stelle betont. Daher gilt zun\u00e4chst f\u00fcr jede Religion:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ziel und Resultat aller Gebete, aller Andachts\u00fcbungen und so weiter und so fort lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen: Fortw\u00e4hrende Aufmerksamkeit auf Gott und stets die Suche nach der g\u00f6ttlichen Zufriedenheit vor Augen haben.<\/p>\n<p>Das, was im Gebet z\u00e4hlt, ist die Intention. Gleich welche Religion oder welchen Glauben man aus\u00fcbt \u2013 es gen\u00fcgt, dass man seine Aufmerksamkeit auf Gott richtet, damit ist es angenommen; in welcher Sprache man das tut, ist nicht wichtig. Aus Sicht der spirituellen Welt reicht es, Herzenspr\u00e4senz zu haben und einen inneren Dialog zu f\u00fchren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Aufmerksamkeit auf die Quelle ist auf dem spirituellen Weg und sogar im sozialen Leben ein grundlegendes Prinzip. Diesbez\u00fcglich sagt Ostad Elahi:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Um eine Verbindung herzustellen, muss der Mensch in allen Situationen seine Aufmerksamkeit auf die Quelle richten. Wir sollten so viel Aufmerksamkeit haben, dass wir in allen Situationen das Gute zu unserem Leitprinzip machen und alles meiden, was schlecht ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wenn die Aufmerksamkeit auf die Quelle schon auf den grundlegenden Ebenen des religi\u00f6sen Lebens eine zentrale Rolle spielt, wird klar, welche Bedeutung sie hat, wenn die Seele auf dem Weg zur Selbst- und Gotteserkenntnis voranschreitet.<\/p>\n<p>Es ist zu hoffen, dass dieser allgemeine \u00dcberblick \u00fcber Ostad Elahis spirituelles Gedankengut vermitteln konnte, welche Bedeutung ein spirituelles Theoriegeb\u00e4ude hat, wenn es mit einer konsequenten ethischen Praxis verkn\u00fcpft ist, und wie universell und innovativ sein Ansatz und seine spirituelle P\u00e4dagogik sind.<\/p>\n<p>Wie Ostad Elahi selbst in den letzten Jahren seines Lebens sagte:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ich habe nichts unausgesprochen gelassen. Man muss nur die notwendige Einsicht und Willenskraft haben \u2013 und die Willenskraft kommt von der Seele.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wenn diese kurze Zusammenfassung seiner Lehren an die Heiligen Schriften oder bestimmte Gebote der gro\u00dfen Religionen erinnern, so sollte uns das nicht verwundern. Denn Ostad Elahi betont an wiederholter Stelle, dass die grundlegenden Prinzipien der spirituellen Wahrheit in der Tat identisch und allgemeing\u00fcltig sind, und dass sie wiederholt von Propheten und Heiligen \u00fcbermittelt wurden \u2013 wenn auch jeweils passend f\u00fcr die Menschen ihrer Zeit.<\/p>\n<p>Dennoch mag es sein, dass diese traditionellen Formulierungen ein und derselben Wahrheit durch Interpretationen oder Verzerrungen, die mit dem Prozess der \u00dcberlieferung zusammenh\u00e4ngen, oder auch durch den Gebrauch einer ungewohnten oder symbolhaften Ausdrucksweise missverst\u00e4ndlich erscheinen.<\/p>\n<p>Nachdem ein immer gr\u00f6\u00dferer Teil von Ostad Elahis Werk nun in \u00dcbersetzung vorliegt, kann jeder selbst feststellen, wie es dem Autor gelingt direkt in die Richtung dieser Wahrheit zu weisen, ohne sich dabei einer schwer zug\u00e4nglichen Symbolik oder problematischer Andeutungen zu bedienen; wie er gerade das, was in fr\u00fcheren Traditionen oftmals verborgen war oder gar ganz fehlte, zutage f\u00f6rdert; wie er uns anh\u00e4lt unsere Aufmerksamkeit auf die \u201aQuintessenz\u2019 der Offenbarungsreligionen zu lenken, die alle in derselben Wahrheit wurzeln; wie er schlie\u00dflich die Theorie und die praxisbezogenen Prinzipien erl\u00e4utert, so dass sie f\u00fcr jeden verst\u00e4ndlich sind.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sollten wir nicht vergessen, dass es noch andere wirkungsvolle Methoden der spirituellen Kommunikation gibt, wie etwa die Musik, in der Ostad Elahi ebenfalls ein Meister war und auf die wir in diesem Vortrag nicht eingehen konnten. Vielleicht vermag die besondere Wirkung seiner Musik \u2013 mehr als diese Ausf\u00fchrungen \u2013 dazu beitragen, dass sich uns die tiefere Bedeutung einer seiner letzten Aussagen erschlie\u00dft:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ich habe jedem so viel gesagt, wie er verstehen konnte. Was ich aber in meinem Herzen trage, dar\u00fcber habe ich noch mit niemandem gesprochen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2086,"menu_order":2,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"side-navigation.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1549","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.3 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>\u00dcber das Gedankengut von Ostad Elahi - Ostad Elahi<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u00dcber das Gedankengut von Ostad Elahi - Ostad Elahi\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ostad Elahi\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-03-01T18:50:59+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"16\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/\",\"url\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/\",\"name\":\"\u00dcber das Gedankengut von Ostad Elahi - Ostad Elahi\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/#website\"},\"datePublished\":\"2013-01-21T08:48:46+00:00\",\"dateModified\":\"2023-03-01T18:50:59+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/articles-interviews\/the-thought-of-ostad-elahi\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Philosophie\",\"item\":\"https:\/\/ostadelahi.com\/philosophy\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Artikel &#038; 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